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Mein Arbeitsalltag

Wie sieht mein Arbeitsalltag aus?
Wie sehen andere die parlamentarische Arbeit eines Europaabgeordneten?
Diese und andere Fragen werden auf dieser Seite beantwortet. Und darüber hinaus sind tiefe Einblicke in den Büroalltag eines MdEP gerantiert.

 

Eine Legislaturperiode im Europäischen Parlament - Interview mit Knut Fleckenstein

Knut Fleckenstein mit seinem Schülerpraktikanten Christopher Bucke (März 2013)
Knut Fleckenstein mit seinem Schülerpraktikanten Christopher Bucke (März 2013)

Der Autor dieses Textes absolvierte im März 2013 ein zweiwöchiges Schülerpraktikum im Brüsseler Abgeordnetenbüro von Knut Fleckenstein.

Ich war für zwei Wochen, dank großen Glücks, Praktikant im Brüssler Abgeordnetenbüro von Knut Fleckenstein und hatte im Zuge dieses Schülerpraktikums die Möglichkeit, mit Herrn Fleckenstein in einer ruhigen Minute ein Interview zu führen. Herr Fleckenstein wich keiner meiner Fragen aus  und beantwortete jede direkt, was bei Politikern nicht immer der Fall ist.

CB: Wann haben Sie das erste Mal vom Europäischen Parlament gehört und was dachten Sie damals über selbiges?

Herr Fleckenstein denkt kurz nach und antwortet dann:

KF: 1979 bei den ersten direkten Wahlen, damals hatten die Bürger der damaligen EU-Mitgliedstaaten das erste Mal die Möglichkeit, ihre Abgeordneten selbst zu wählen. Damals dachte ich: "Da will ich mal arbeiten!".

Und was denken Sie mittlerweile über das Europäische Parlament?

Mein Interviewpartner beantwortet diese Frage wie aus der Pistole geschossen.

Es hat sich nichts geändert. Damals wie heute will ich immer noch hier arbeiten.

Was macht Ihnen an diesem Beruf am meisten Spaß?

Es ist eine großartige Sache, mit so vielen Menschen aus so vielen Mitgliedsstaaten zusammenzuarbeiten und ein und dasselbe Ziel zu verfolgen.

Welche Abstimmung ist für Sie diese Legislaturperiode am besten und welche am schlechtesten verlaufen?

Am besten ist eindeutig die Abstimmung über den mehrjährigen Finanzrahmen der Jahre 2014 bis 2021 für die Europäische Union gelaufen. Wir haben als Parlament eindeutig unseren Standpunkt dargelegt, indem wir die vom Rat vorgeschlagene Finanzplanung mit einer überwältigenden Mehrheit abgelehnt haben. Die schlechteste Abstimmung war über die Medienfreiheit in Italien. Im Vorfeld hatten wir all unsere gewünschten Änderungsanträge durchgesetzt, aber am Ende erhielt die so geänderte Vorlage nicht die Mehrheit. Sie wurde abgelehnt und alle Arbeit war umsonst.

Was ist Ihre eindruckvollste Erinnerung im Zusammenhang mit dem Europäischen Parlament?

Es braucht ein bisschen, bis er eine Entscheidung getroffen hat. Doch dann erzählt er mir eine Erinnerung, die ich garantiert ebenso als eindruckvollste Begebenheit

geschildert hätte.

Im Jahr 2010 wurde ich als deutscher Europaabgeordneter vom polnischen Präsidenten des Europäischen Parlaments gebeten, in Vertretung für ihn bei der Feier zum 65. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs eine Rede vor russischen Abgeordneten zu halten. Das hatte eine solche Symbolkraft. Es war überwältigend für mich.
Sie sind der EU-Vorsitzende des Parlamentarischen Kooperationsausschusses EU-Russland. Was war bei der Arbeit für diesen Ausschuss Ihre bisher beste Erfahrung?

Da habe ich eigentlich drei:
1. Dass man Russland auch mal aus einer anderen Sichtweise kennenlernt. Normalerweise wird immer nur aus Moskau berichtet, aber wir hatten die Möglichkeit Land und Leute in zum Beispiel Perm, Sotschi und anderen Städten kennenzulernen. In den kleineren Städten war es interessant, mit den Leuten zu sprechen, da sie nicht immer dieselbe Meinung teilen wie die Politiker in Moskau.
2. Die Gelegenheit, das ehemalige sowjetische Gefangenenlager (Gulag) in Perm zu besichtigen, das auch noch nach Stalin weiter in Betrieb war.

Und 3. ist mehr eine Binsenweisheit: Man kann - auch im Verhältnis zu Russland - nur etwas erreichen, wenn man miteinander und nicht nur übereinander spricht. Das mag manchmal mühsam sein, aber es ist lohnender als  so manche kritische Resolution unseres Parlaments über die russische Politik.

Nun  noch meine letzte Frage: Was würden Sie, wenn Sie könnten, am Europäischen Parlament am ehesten ändern?

Auch hier hat er eine Antwort erstaunlich schnell auf den Lippen. Ich hätte sicherlich länger gebraucht, doch Herr Fleckenstein antwortet mir ohne Umschweife.

Was ich als erstes ändern würde, wäre die Organisation der Bürokratie im Europäischen Parlament, da man manchmal für eine kleine Sache viel zuviel Aufwand betreiben muss.

Christopher Bucke

           

           

 

Pressemitteilung der Praktikantin Anne Stuhlmann vom 30.03.2011

Foto: EP

Thumbs up!

Praktikantin wertet Zeit im Europäischen Parlament als vollen Erfolg

Von Januar bis Ende März absolvierte Anne Stuhlmann ein Praktikum im Brüsseler Büro des Europaabgeordneten Knut Fleckenstein. "Meine Zeit im Europäischen Parlament verging viel zu schnell", so die Praktikantin, "die Mitarbeiter haben mich super eingebunden, ich habe viel gelernt, und es war eine tolle Erfahrung, das Parlament von innen zu erleben." 

Die letzten drei Monate waren eine themengeladene und spannende Zeit, in der sowohl in Europa als auch in Nachbarstaaten viel passiert ist. Zunächst trat Ungarn die Ratspräsidentschaft an, welche von Anfang an in einem schlechten Licht stand, auf Grund des gleichzeitig verabschiedeten Mediengesetzes. Aus der Sicht der EU schränkt das Gesetz die Medienfreiheit erheblich ein und ist inkompatibel mit den Grundwerten der Union. 

Die Aufstände im südlichen Mittelmeerraum waren das nächste Großereignis, welches die EU noch lange beschäftigen wird. In Tunesien und Ägypten gilt es den Demokratisierungsprozess aktiv zu begleiten, und in Libyen kommen nach der verabschiedeten UN-Resolution auch militärische Eingriffe in Frage, um das Volk vor Gaddafi zu schützen.

"Neben diesen aktuellen, schwerwiegenden Ereignissen, war es aber vor allem interessant, etwas zu spezifischen Themen zu erarbeiten und dann die Diskussionen und Abstimmungen in den Sitzungen zu erleben", so Anne Stuhlmann, "es ist wirklich beeindruckend, wie viel Arbeit in den Berichten steckt und wie viele verschiedene Meinungen es unter einen Hut zu bringen gilt."

Da Knut Fleckenstein Vorsitzender der EU-Russland Delegation ist sowie im Transport- und Kulturausschuss sitzt, ging es zum Beispiel um Themen wie Körperscanner, die Dimension der Kultur in der europäischen Außenpolitik oder die Partnerschaft für Modernisierung mit Russland.

Aber das Praktikum war nicht nur inhaltlich interessant und lehrreich, sondern das Drumherum hat auch gestimmt. Die Arbeitsatmosphäre im Büro und im Parlament generell hätte besser nicht sein können. "Im Fleckenstein-Büro wird harte Arbeit mit der richtigen Portion Spaß verbunden und ich bin jeden Tag gerne ins Büro gekommen."

"In diesem Zuge vielen Dank an Knut Fleckenstein, Ben und Julia, die mich geduldig im Büro ertragen haben, und denen es zu verdanken ist, dass meine Zeit ein voller Erfolg war, und an Angela, Nina, und Timo, die besten Hamburger Kollegen, die ich mir wünschen konnte!" 

  

Diese Woche:

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 Kommentar zu Junkers Rede zur Lage der Union am 14.09.2016.


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