Newsletter Ausgabe 3/2010 Kurs Europa

Liebe Leserinnen und Leser,

herzlich möchte ich Sie zu einer Podiumsdiskussion zum Thema "Sozialstaat in Europa - Daseinsvorsorge zwischen Mensch und Markt" einladen.

Es diskutieren:

  • Knut Fleckenstein,
  • Bernhard Rapkay, Vorsitzender der SPD-Abgeordneten im Europäischen Parlament
  • Annegrethe Stoltenberg, Landespastorin und Vorstandsvorsitzende der Diakonie in Hamburg
  • Dirk Kienscherf, Sozialpolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion

    am Montag, den 3. Mai um 19.00 Uhr im Kaisersaal des Rathauses.

Worum geht es:
Gute Schulen, leistungsfähige Krankenhäuser, sauberes Wasser, sichere Transportmittel, zuverlässige Energieversorgung - wie kann man qualitativ hochwertige Leistungen der Grundversorgung zu erschwinglichen Preisen anbieten? Stehen die Interessen der Nutzerinnen und Nutzer im Widerspruch zu denen der Beschäftigten in diesen Bereichen? Wie weit sollen wir die Erbringung von sozialen Dienstleistungen dem Markt überlassen? Was kann und soll EU-Recht regeln in einer globalen Welt?

Die Veranstaltung ist öffentlich. Ich freue mich auf Ihr Kommen. Bitte geben Sie mir eine kurze Rückmeldung, wenn Sie kommen möchten, an europa(at)knut-fleckenstein.eu.

Knut Fleckenstein

Mehr Europa – im Katastrophenschutz und in der Verkehrspolitik

Auch die Abgeordneten des Europäischen Parlaments bekamen in der letzten Woche die Auswirkungen des Vulkanausbruchs auf Island zu spüren. Eigentlich war Sitzungswoche in Straßburg angesagt, aber einer großen Zahl von Abgeordneten war es aufgrund der Sperrung des europäischen Luftraums nicht möglich, nach Straßburg zu kommen. Die anwesenden Abgeordneten beschlossen deshalb, die vorgesehenen Abstimmungen auf Anfang Mai zu verschieben.

In einer kurzfristig angesetzten Plenumsdebatte diskutierten die Abgeordneten darüber, wie Krisen im Luftverkehr zukünftig besser bewältigt werden können. Der unerwartete Zwischenfall hat deutlich gezeigt, dass die EU noch Managementlücken schließen muss. Der Informationsfluss zwischen Behörden, Fluggesellschaften und Flughäfen, aber auch mit anderen Verkehrsträgern wie Bahn und Straße muss dringend ausgebaut werden. Von EU-Verkehrskommissar Siim Kallas erwarten die SPD-Europaabgeordneten mehr Initiative, die EU-Kommission muss in Zukunft das Krisenmanagement übernehmen. Notwendig sind zudem Alternativen. Daher muss das europäische Bahnnetz dringend modernisiert werden, damit man in der EU problemlos und schnell von Nord nach Süd und von Ost nach West kommen kann, auch am Boden. Notwendig ist ein ausgebautes Hochgeschwindigkeitsnetz und Kapazitätsreserven, um solche Krisen leichter überwinden zu können.

Neue Strategie für europäische Seeverkehrspolitik

Foto: Europäische Gemeinschaft
Foto: Europäische Gemeinschaft

Das Europäische Parlament diskutierte am 19. April über die „Strategischen Ziele und Empfehlungen für die Seeverkehrspolitik der EU bis 2018“. Es ist der Versuch, zum ersten Mal für die maritime Wirtschaft ein gemeinsames europäisches Konzept zu entwickeln mit dem Ziel, die europäische Schifffahrt und die maritime Industrie auf internationaler Ebene zu stärken. Knut Fleckenstein war mit der Ausarbeitung der Strategie für die Sozialdemokratische Fraktion betraut. In seiner Rede im Plenum betonte er, dass neben den ökologischen Standards (Umweltverträglichkeit der Schiffe) auch vernünftige weltweite Sozialstandards für eine qualitativ gute Schifffahrt notwendig sind. Ebenso wichtig ist die stärkere Berücksichtigung von Hinterlandanbindungen (Bahn, LKW, Binnenschiffahrt) der europäischen Seehäfen in der gesamteuropäischen Verkehrsplanung. Von einer finanziellen Förderung dieser Hinterlandanbindungen würde dann auch Hamburg profitieren.

Link: http://www.knut-fleckenstein.eu/media/...

Schwarze Liste von Fluggesellschaften

Auf Anfrage der Sozialdemokratischen Fraktion wurde am 19. April im Europäischen Parlament die technische Sicherheit von Flugzeugen diskutiert. In Europa gibt es zur Sicherheit der Passagiere eine "Schwarze Liste" von Fluggesellschaften, die auf Grund ihrer ungenügenden Sicherheitsanforderungen nicht in Europa landen dürfen. Die Sozialdemokraten haben die Europäische Kommission befragt, wie die Sicherheitsanforderungen an Fluggesellschaften effektiv durchgesetzt werden und wie die Kommission gedenkt, die europäischen Bürger im EU-Ausland vor Flügen mit gefährlichen Fluggesellschaften zu schützen. Den Sozialdemokraten ist es wichtig, dass in diesem Bereich auch auf internationaler Ebene zusammengearbeitet wird, um den Flugverkehr sicherer zumachen.

Treffen der EU-Russland-Delegation in Moskau überschattet von Anschlag auf Metro

Gespräch mit dem stellvertretenden Außenminister (Foto: Dominik Frelih)
Gespräch mit dem stellvertretenden Außenminister (Foto: Dominik Frelih)

Unter dem Vorsitz von Knut Fleckenstein hat sich die EU-Russland-Delegation für 2010 ein ambitioniertes Arbeitsprogramm vorgenommen. Neben der jährlichen, formellen Sitzung wird es drei kleinere Arbeitsgruppen zu spezifischen Themen geben. Die erste kam vom 31. März bis 1. April in Moskau zusammen. Abgeordnete des Föderationsrates und der Staatsduma tauschten sich mit den EU-Abgeordneten über die Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung und Wissenschaft, Bildung und Kultur aus. Hier gibt es viele Vorzeigeprojekte, von deren Erfolgsbeispielen die Kooperation in anderen Bereichen profitieren kann. Auf der Tagesordnung stand außerdem die spannende Frage nach einer gemeinsamen europäischen Identität, welche die Delegationsmitglieder mit Vertretern von wissenschaftlichen Einrichtungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen diskutierten.

Im Gespräch mit dem stellvertretenden Außenminister Alexander Gruschko erörterten die Abgeordneten den aktuellen Stand der Beziehungen zwischen der EU und Russland unter außenpolitischen Gesichtspunkten.

Zwei Tage vor der Sitzung verübten Terroristen zwei Anschläge auf die Moskauer Metro, bei denen 39 Menschen starben. Als Ausdruck seiner Anteilnahme legte Knut Fleckenstein Blumen an der Metrostation Kulturpark nieder und sprach den Familienangehörigen der Opfer sein aufrichtiges Mitgefühl aus.

Knut Fleckenstein vertrat Parlamentspräsident Buzek in St. Petersburg

Mahnmal für die Opfer der Belagerung von Leningrad
Mahnmal für die Opfer der Belagerung von Leningrad

Am 7. April vertrat Knut Fleckenstein den Präsidenten des Europäischen Parlaments bei einer Konferenz zum 65-jährigen Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Konferenz wurde gemeinsam von der Parlamentarischen Versammlung der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) und vom Europarat organisiert und fand in St. Petersburg statt.
Knut Fleckenstein freute sich über das Vertrauen, das ihm der polnische Präsident des Europäischen Parlaments entgegenbrachte. Die Tatsache, dass dies von Seiten der russischen Veranstalter wie selbstverständlich akzeptiert wurde, ist ein starkes Zeichen dafür, wie sehr wir auf dem europäischen Kontinent trotz der verschiedenen historischen Erfahrungen bereits zusammengewachsen sind.

kurz gefasst:

Diskussion beim Europaforum Mecklenburg-Vorpommern

Auf Einladung des im Januar gegründeten Europaforums der SPD Mecklenburg-Vorpommern berichtete Knut Fleckenstein am 12. April in Schwerin über seine Arbeit als Europaabgeordneter sowie über die aktuelle Strategie EU 2020 der europäischen Kommission.

Link: http://www.knut-fleckenstein.eu/aktuelles/nachrichten/...

Podiumsdiskussion "Neue Herausforderungen für die Partnerschaft EU-Russland"

Welche Auswirkungen hat der Lissabonvertrag auf die Beziehungen zwischen der EU und Russland? Zu diesem Thema hielt Knut Fleckenstein am 13. April einen Vortrag bei der diesjährigen Diskussionsveranstaltung des Gesprächskreises "Partnerschaft mit Russland in Europa", der von der Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin in Zusammenarbeit mit dem Büro in Moskau organisiert wird.

Link: http://www.knut-fleckenstein.eu/aktuelles/...

Gedankenaustausch mit stv. russischem Justizminister

Am 14. April traf Knut Fleckenstein den stellvertretenden russischen Justizminister Vasily Likachev zu einem Gedankenaustausch. Bei dem Gespräch ging es zum einen um die Vorbereitung des EU-Russland-Gipfels sowie um die Frage möglicher Visa-Erleichterungen.

Port of Hamburg meets Brussels

Am 14. April 2010 nahm Knut Fleckenstein auf Einladung des Hanse-Office, der gemeinsamen Vertretung Hamburgs und Schleswig-Holsteins bei der EU, an der Veranstaltung "Port of Hamburg meets Brussels" teil. Thema des Abends war die Zukunft des Hamburger Hafens und das geplante Central Terminal Steinwerder. Vertreter der Hamburger Wirtschaftsbehörde, der Hamburger Hafenbehörde (HPA) und der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) präsentierten die derzeit vorliegenden Konzepte zur Weiterentwicklung des Hafens.

Link: http://www.knut-fleckenstein.eu/aktuelles/...

Knut Fleckenstein spricht auf Ostseeparlamentarierkonferenz

Die Arbeitsgruppe "Integrierte Maritime Politik" der Ostseeparlamentarierkonferenz traf sich am 15. April 2010 im Europäischen Parlament in Brüssel. Knut Fleckenstein war gebeten worden, einen Kurzvortag zu halten. Als Mitglied des Verkehrausschusses und Vorsitzender der EU-Russland-Delegation referierte Knut Fleckenstein zum Stand der Beziehungen zwischen der EU und der Russischen Föderation und ging auf die gemeinsame Zusammenarbeit in den Bereichen Transport und Logistik ein.

Link: http://www.knut-fleckenstein.eu/aktuelles/...

Gespräch mit dem ständigen Vertreter der Türkei bei der EU

Am 20. April traf Knut Fleckenstein den ständigen Vertreter der Türkei bei der EU,
Selim Kuneralp, zu einem Gedankenaustausch. Dabei ging es neben den Wahlen in Nordzypern auch um die Veränderungsprozesse in der Türkei. Knut Fleckenstein betonte, dass es der EU wirklich ernst sein müsse mit den Beitrittsverhandlungen. Er machte aber auch deutlich, dass die Türkei die für einen Beitritt zur EU geltenden Kriterien vollständig und umfassend erfüllen muss. Eine demokratische und rechtstaatliche Türkei kann Demokratiebewegungen in anderen muslimisch geprägten Staaten weiter Auftrieb geben und die These widerlegen, dass wir auf einen Kampf der Kulturen zusteuern.

Für weitere Informationen besuchen Sie Knut Fleckensteins Website: www.knut-fleckenstein.eu

Das Hamburger Büro in der Kurt-Schumacher-Allee 10 ist Montags bis Donnerstags von 9:00 bis 16:00 Uhr und Freitags von 9:00 bis 14:00 besetzt.
Tel: 280 955 82,
Fax: 280 568 89,
Mail: europa(at)knut-fleckenstein.eu

Persönliches

Liebe Besucher,

vom 6. bis 9.09. finden wieder Plenartagungen in Straßburg statt. Ein wichtiges Thema wird die unglaubliche Abschiebung von Tausenden Roma aus Frankreich sein. Bisher hat EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso dazu geschwiegen. Jetzt muss er endlich klar machen, dass sein Schweigen in dieser Angelegenheit nicht als stillschweigende Zustimmung aufgefasst wird. Roma sind EU-Bürger mit allen Rechten und Pflichten. Ich glaube, dass es nicht kompatibel mit europäischem Recht ist, wenn einzelne Bevölkerungsgruppen unter einen Generalverdacht gestellt werden. Durch Abschiebung können Integrationsprobleme ganz bestimmt nicht gelöst werden. Im Gegenteil.

 

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