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Was verbindet Hamburg und Russland?

Antwort: Erstens schon seit dem 13. Jahrhundert rege Handelsbeziehungen, zweitens seit 1957 eine erfolgreiche Städtepartnerschaft mit Sankt Petersburg und drittens seit 2009 der Hamburger SPD-Europaabgeordnete Knut Fleckenstein, der im Europäischen Parlament in Brüssel die Delegation für Beziehungen mit Russland leitet.

Hamburg blickt auf eine lange Geschichte guter Beziehungen zu Russland zurück. Dies liegt zum einen an der geographischen Situation der Stadt. Der Hamburger Hafen war und ist ein wichtiges Tor für den Handel mit der Ostseeregion und ein Tor nach Europa für russische Waren. Hamburg war immer schon ein wichtiges Mitglied der Hanse, die bereits seit dem 13. Jahrhundert rege Handelsbeziehungen zu russischen Städten wie Twer und Nowgorod unterhielt.

Auch heute sind die wirtschaftlichen Beziehungen stark: Fast 170 russische Firmen (Stand: März 2011) haben sich in Hamburg niedergelassen und etwa 800 Hamburger Firmen unterhalten Wirtschaftskontakte nach Russland. Russische Firmen sind hier vor allem in den Branchen Logistik, Schifffahrt und Lebensmittelhandel tätig.

Russland ist für den Hamburger Hafen das wichtigste Fahrtgebiet im Europaverkehr. Im Seecontainerverkehr nahm Russland auch im Jahr 2010 weiterhin Rang 3 der Hamburger Handelspartner ein - nach der VR China und Singapur. St. Petersburg ist im Containerverkehr der wichtigste Verbindungshafen Hamburgs in Europa. Hamburgs Marktanteil in St. Petersburg lag 2010 bei 21,6% (Quelle: Hamburg Hafen Marketing, Quartalsbericht, 4. Quartal 2010).

Heute leben etwa 7500 russische Staatsangehörige in Hamburg. Im Wintersemester 2009/2010 waren über 560 russische Studenten an Hamburger Hochschulen immatrikuliert. Die Zahl der aus Russland kommenden Touristen steigt stetig an (2001: 31.502, 2010: 50.697, Quelle: Statistisches Landesamt Nord).

Städtepartnerschaft Hamburg – St. Petersburg seit 1957

Über die regen wirtschaftlichen Beziehungen hinaus sind im Laufe der Zeit auch Beziehungen auf institutioneller und persönlicher Ebene entstanden. Besonders eng wurden die Beziehungen Hamburgs zu Russland nach dem Zweiten Weltkrieg. Noch in den 50ern nahm das Exekutivkomitee des Leningrader Stadtsowjets Kontakt mit den städtischen Behörden von Hamburg auf. Das Interesse an einer Partnerschaft war auf beiden Seiten groß und so entstand noch 1957 die allererste Städtepartnerschaft zwischen einer deutschen und einer russischen Stadt.

Hamburg und Sankt Petersburg haben viele Ähnlichkeiten. Beide sind die zweitgrößte Stadt ihres Landes - Hamburg mit 1,8 Millionen Einwohnern, Sankt Petersburg mit 4,6 Millionen. Beide sind weltoffene Städte und in beiden Städten spielen der Hafen und die infrastrukturelle Anbindung an den Ostseeraum eine wichtige Rolle.

Ende der 80er und Anfang der 90er war eine Zeit, in der die Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und Sankt Petersburg besonders intensiv gepflegt wurde. Damals sind Freundschaften zwischen mehr als 30.000 Familien entstanden.

Auch heute sind es vor allem diese persönlichen Kontakte - herzliche Freundschaften, Briefwechsel und Besuche sowie eine Vielzahl geschäftlicher Kontakte -, die den Wert dieser Partnerschaft zwischen Hamburg und Sankt Petersburg ausmachen.

Ein besonderes Anliegen für Knut Fleckenstein: Die EU-Russland-Beziehungen

Die Hamburger wissen das sehr gut: Eine Partnerschaft zwischen zwei Städten oder auch zwei Ländern lebt vor allem von den Bürgern, die sie tragen. An eben diesen menschlichen Kontakten mangelt es jedoch der Zusammenarbeit zwischen Russland und der EU noch.

Aus Knut Fleckensteins Perspektive als Abgeordneter des Europäischen Parlaments ist es daher eine der dringlichsten Aufgaben für all diejenigen, die an den EU-Russland-Beziehungen arbeiten, für einen intensiveren gesellschaftlichen Austausch zu sorgen.

Zusammen mit Andrei Klimov, einem Abgeordneten der russischen Staatsduma und meinem Ko-Vorsitzenden im Parlamentarischen Kooperationsausschuss EU-Russland setzt er sich dafür ein, dass die EU und Russland zielstrebig daran weiterarbeiten, ihren Bürgerinnen und Bürgern bald visafreies Reisen zu ermöglichen.

"Reisefreiheit ist eine der vier Grundfreiheiten, die die Bürger der Europäischen Union genießen. Sie hat maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die Bürger der 27 EU-Mitgliedstaaten als ein Teil eines gemeinsamen Ganzen verstehen. Ich bin überzeugt davon, dass diese Freiheit uns erlauben würde, auch in der Zusammenarbeit zwischen der EU und Russland einen großen Schritt nach vorn zu machen," so Knut Fleckenstein.

Doch für Knut Fleckenstein zählt nicht nur das Engagement auf europäischer Ebene, denn er möchte sich auch in Hamburg vor Ort dafür einsetzen, dass die Zusammenarbeit mit Russland gestärkt wird. Im Juni 2011 hatte Knut Fleckenstein daher den Europäischen Club der russischen Staatsduma zu einer Konferenz nach Hamburg eingeladen, bei der es um die Probleme und Perspektiven der Schaffung eines gemeinsamen Transportraums ging. Einen detaillierten Bericht der Veranstaltung finden Sie hier.

Linksammlung

Weiterführende Links zum Thema Russland und Hamburg:

Generalkonsulat der Russischen Föderation in Hamburg
Vertretungen der Handelskammer Hamburg in Sankt Petersburg und Kaliningrad
Außenwirtschaftsbüro Sankt Petersburg in Hamburg
Russisch-Deutsche Handelsgilde in Hamburg
Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch
Deutsch-Russische Gesellschaft Hamburg

Ost- und Mitteleuropa Verein e. V. in Hamburg und Berlin
Hamburger Verein der Deutschen aus Russland e.V.

Weiterführende Links zu den Beziehungen zwischen der EU und Russland:

EUROSTAT Daten über den Handel EU-Russland im Jahr 2010
Europäischer Auswärtiger Dienst: Russland (auf Englisch)
EU-Delegation in Russland (auf Englisch)
Delegation des Europäischen Parlaments in den Parlamentarischen Kooperationsausschuss EU-Russland

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