Hamburger Gewerkschafter in Brüssel

Auf Einladung von Knut Fleckenstein besuchte vom 14. bis 16. Juni eine Gruppe von 9 norddeutschen Gewerkschaftern bzw. Arbeitsdirektoren das Europäische Parlament in Brüssel.
Unter den Mitreisenden befanden sich unter anderem Uwe Polkaehn, Vorsitzender der DGB Nord, Udo Bottländer, Arbeitsdirektor der E.ON Hanse AG, Jan Eulen, Bezirksleiter der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie und Wolfgang Rose, Landesbezirksleiter von Ver.di Hamburg.
Der Besuch der norddeutschen Gewerkschafter umfasste ein breites Programm mit hochkarätigen Gesprächspartnern: Der Fraktionsvorsitzende Martin Schulz erläuterte seine Position zur Finanzkrise. Mit Kommissar Günther Oettinger und dem Abgeordneten Jo Leinen wurde über Energiepolitik und mit der Abgeordneten Jutta Steinruck über Beschäftigungs- und Sozialpolitik debattiert. Hier ging es konkret um die beschäftigungspolitische Situation der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Hamburger Hafen, sowie die Bestrebungen der EU-Kommission, den Markt für Bodenverkehrsdienste an Flughäfen weiter zu liberalisieren. Port Package III und die Arbeitsbedingungen im Verkehrsgewerbe waren Thema mit Dr. Matthias Ruete der Generaldirektor Verkehr. Das Hanse-Office informierte über ihre Aufgabe der Interessenvertretung Hamburgs in Brüssel. Den Abschluss bildete ein gemeinsames Essen mit KollegInnen von EGB und vom ver.di-Büro in Brüssel.
Das gemeinsames Fazit der Gewerkschafter war nicht neu, aber hochaktuell: Es braucht nicht weniger, sondern mehr Europa – und es braucht nicht nur ein ökonomisches, sondern auch ein soziales Europa. Der Kampf für soziale Gerechtigkeit, die Förderung von Arbeitsplätzen und Wachstum, die Reform der Finanzmärkte und die Schaffung eines stärkeren und demokratischeren Europas, das sind wichtige gemeinsame Ziele, die in Brüssel und in Hamburg mit der gleichen Anstrengung verfolgt werden müssen – darüber waren sich die Gewerkschafter nach diesem Besuch einig.
Anlass für die Einladung von Knut Fleckenstein war die Idee, den norddeutschen Gewerkschaftern die Arbeit des Europäischen Parlaments näher zu bringen.
