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Fehmarnbelt-Querung - europäisches Projekt und Chance für Hamburg

Auf Wunsch des Hamburger Senats nahm Knut Fleckenstein am 7. Juni an der Konferenz „Political Forum 2010 - Dynamic Corridors“ in Malmö/Schweden teil. Schwerpunkt der Konferenz war die geplante feste Fehmarnbelt-Querung. In seiner Rede machte Fleckenstein deutlich, dass eine feste Querung weit mehr ist als nur eine Verbesserung der Verkehrsanbindung. Die Querung ist ein europäisches Projekt, mit dem Skandinavien und Kontinentaleuropa besser verbunden werden. Aus diesem Grund ist die feste Querung auch eines der 30 vorrangigen EU-Vorhaben im Rahmen der Transeuropäischen Verkehrsnetze, die besonders gefördert werden.

Die feste Querung hat neben den wirtschaftlichen Aspekten noch weitere Vorteile. Die Metropolen Hamburg und Kopenhagen/Malmö können als eine Einheit viel attraktiver werden als jeder für sich alleine und das in den wichtigen Bereichen Arbeitsmarkt, Wissenschaft und Forschung, Kultur und Tourismus. Eine Region Fehmarnbelt/Øresund, die gemeinsam auftritt und für ihre Stärken wirbt, hat auch deutlich bessere Chancen, wenn es um europäische Fördermittel geht. Denn die EU fördert größere, grenzüberschreitende Regionen zukünftig stärker als kleine, nationale Gebiete. Es reicht also nicht, eine Brücke oder einen Tunnel zu bauen, ohne gleichzeitig auch die weitere Anbindung zu verbessern. Der Güterverkehr in der EU wird weiter ansteigen. Wenn wir nicht wollen, dass diese Waren über die Straße rollen, müssen wir versuchen, den Verkehr auf die Bahn umzuleiten. Unabdingbar ist deshalb der zweigleisige Ausbau der Schienenstrecke zwischen Lübeck und Puttgarden. Für Unternehmen, gerade aus Übersee, die sich sowohl nach Skandinavien als auch nach Kontinentaleuropa orientieren, wird unser Hafenstandort durch die Fehmarnbelt-Querung noch attraktiver. Eine Chance für Hamburg und für neue Arbeitsplätze in unserer Region. In acht Jahren wird die feste Verbindung fertig sein. Der Nutzen für Hamburg hängt davon ab, ob der Senat JETZT die Voraussetzungen dafür schafft, indem er sich aktiv für das Projekt einsetzt und mit ihm international wirbt. Doch was tut der schwarz-grüne Senat? Nichts! Weil grün nicht will und schwarz deshalb nicht kann. Koalitionsdisziplin vor Hamburgs Wohl. Es wird Zeit, dass sich das in unserer Stadt wieder ändert. Spätestens 2012!


Info:

Die Fehmarnbelt-Querung ist seit dem letzten Jahr beschlossene Sache, besiegelt durch einen Staatsvertrag zwischen Dänemark und Deutschland. Die EU hat für 2007 bis 2013 Fördermittel von 375 Mio. Euro zugesagt. Im Jahr 2013 soll mit dem Bau der festen Querung begonnen, Ende 2018 soll sie eröffnet werden.

Persönliches

Liebe Besucherin, lieber Besucher,

da am 9. Mai Europatag war, verbringen heute (Montag, der 14. Mai) fast alle Europaabgeordneten aber auch viele EU-Beamte den Tag in Schulen, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen, um von ihrer Arbeit in und für Europa zu erzählen. Viele gehen für diesen Zweck in ihre alte Schule. Ich habe mir das Gymnasium Ohmoor in Hamburg ausgesucht und freue mich schon auf die Gespräche mit den Schülern.

Sie fragen sich, warum ausgerechnet der 9. Mai Europatag ist? Hier finden Sie die Antwort.

Da ich am Montag noch in Hamburg bin, liegt also ausnahmsweise eine sehr kurze Woche in Brüssel vor mir. Schließlich ist am Donnerstag schon wieder ein Feiertag (Himmelfahrt). In Brüssel müssen wir Europaabgeordneten daher den verbleibenden Dienstag und Mittwoch besonders intensiv zur Vorbereitung unserer nächsten Plenarsitzung in Straßburg in der kommenden Woche nutzen. Ich nehme an einer Reihe von Koordinierungssitzungen teil.

Und falls Sie am heutigen Montagabend mit meinem Fraktionskollegen Jo Leinen und mir über Europas Zukunft diskutieren wollen, dann freue ich mich, Sie heute um 19 Uhr im Baseler Hof zu sehen!

Ihr Knut Fleckenstein

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