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Pressemitteilungen

12.12.2011

Merkel mauert und setzt Stabilität auf dem Westbalkan aufs Spiel

Der Europäische Rat hat am 9.12. beschlossen, Serbien noch nicht den Status eines EU-Beitrittskandidaten zu verleihen. Die Kommission hatte am 12. Oktober in ihrer Stellungnahme empfohlen, dies zu tun. Gleichzeitig hatte sie als Priorität auf dem Weg bis zur Aufnahme von Beitrittsverhandlungen genannt, dass Serbien seine nachbarschaftlichen Beziehungen zum Kosovo verbessert.

"Angela Merkel hat sich mit ihrer zögerlichen Haltung einmal mehr durchgesetzt. Damit wird sie allenfalls den Nationalisten in der Region Aufwind geben."  Knut FLECKENSTEIN: "Stattdessen wäre es wichtig, jetzt Serbien das Signal zu geben, dass die EU es auf dem eingeschlagenen Weg der politischen und wirtschaftlichen Reformen weiterhin unterstützt. Serbien ist ein unumgänglicher Akteur bei dem Bestreben nach Stabilität und der Westliche Balkan braucht Stabilität."

"Ich halte es für einen großen Fehler, Serbien jetzt noch nicht in den Kreis der EU-Beitrittskandidaten aufzunehmen. Die positiven Entwicklungen in Serbien sind unübersehbar. Die EU sendet ein falsches Signal in die Region aus, wenn sie einerseits feierlich einen Beitrittsvertrag mit Kroatien unterzeichnet und andererseits Serbien außen vor lässt," so Knut FLECKENSTEIN, stellvertretender Vorsitzender der Friends of Serbia Intergroup im Europäischen Parlament.

"Serbien hat in diesem Jahr die beiden gesuchten Kriegsverbrecher Ratko Mladic und Goran Hadzic festgenommen und an das UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag überstellt. Außerdem hat die serbische Regierung die sogenannten Belgrad-Prishtina-Gespräche zur Verbesserung der Beziehungen mit Kosovo aufgenommen, unterstreicht auch Wolfgang KREISSL-DÖRFLER, außenpolitischer Sprecher der SPD-Abgeordneten im Europäischen Parlament.


Persönliches

Liebe Besucherin, lieber Besucher,

da am 9. Mai Europatag war, verbringen heute (Montag, der 14. Mai) fast alle Europaabgeordneten aber auch viele EU-Beamte den Tag in Schulen, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen, um von ihrer Arbeit in und für Europa zu erzählen. Viele gehen für diesen Zweck in ihre alte Schule. Ich habe mir das Gymnasium Ohmoor in Hamburg ausgesucht und freue mich schon auf die Gespräche mit den Schülern.

Sie fragen sich, warum ausgerechnet der 9. Mai Europatag ist? Hier finden Sie die Antwort.

Da ich am Montag noch in Hamburg bin, liegt also ausnahmsweise eine sehr kurze Woche in Brüssel vor mir. Schließlich ist am Donnerstag schon wieder ein Feiertag (Himmelfahrt). In Brüssel müssen wir Europaabgeordneten daher den verbleibenden Dienstag und Mittwoch besonders intensiv zur Vorbereitung unserer nächsten Plenarsitzung in Straßburg in der kommenden Woche nutzen. Ich nehme an einer Reihe von Koordinierungssitzungen teil.

Und falls Sie am heutigen Montagabend mit meinem Fraktionskollegen Jo Leinen und mir über Europas Zukunft diskutieren wollen, dann freue ich mich, Sie heute um 19 Uhr im Baseler Hof zu sehen!

Ihr Knut Fleckenstein

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