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14.09.2011

Martin Schulz einstimmig zum Parlamentspräsidenten nominiert

Kategorie: Europapolitik

Am gestrigen Dienstag Abend ist der Vorsitzende der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament von seinen Fraktionskollegen einstimmig für den Posten des Präsidenten des Europäischen Parlaments nominiert worden.

Nach sieben Jahren an der Spitze der S&D-Fraktion gilt nun seine Wahl zum Parlamentspräsidenten als sicher: Eine Abmachung unter den beiden größten Fraktionen (S&D, EVP) sieht vor, daß in der ersten Hälfte der Legislaturperiode der Kandiat der einen, und in der zweiten Hälfte der Nominierte der anderen Fraktion in das höchste Amt des Parlaments gewählt wird.

Nach seiner Nominierung betonte Schulz, dass er, wenn er gewählt wird, eng mit den Vorsitzenden der einzelnen Parteien und denen der verschiedenen Delegationen zusammenarbeiten wird, um die Rolle des Parlaments und seine prüfende Funktion im Hinblick auf den Europäischen Rat zu stärken. Die Wahl im Plenum wird vorraussichtlich am 17. Januar 2012 stattfinden. Dann soll Schulz den früheren polnischen Ministerpräsidenten Jerzy Buzek ablösen.

Auch wenn der überzeugte Sozialdemokrat, der auch seit 12 Jahren Mitglied des SPD-Vorstands ist, eher als streitbarer und "lauter" Politiker gilt - seine Wortgefechte mit Viktor Orban und Silvio Berlusconi sind weithin bekannt - ist er in erster Linie doch ein überzeugter Europäer. Das merkt man etwa, wenn er die Alleingänge der Staats- und Regierungschefs auf ihren Gipfen kritisiert und sich für eine demokratische Legitimation durch das EU-Parlament einsetzt: "Der Rat kann sich da keine Exekutivrechte zuschanzen, die nicht im Vertrag stehen. Und das Europäische Parlament ist die Institution, die am transparentesten handelt."


Persönliches

Liebe Besucherin, lieber Besucher,

da am 9. Mai Europatag war, verbringen heute (Montag, der 14. Mai) fast alle Europaabgeordneten aber auch viele EU-Beamte den Tag in Schulen, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen, um von ihrer Arbeit in und für Europa zu erzählen. Viele gehen für diesen Zweck in ihre alte Schule. Ich habe mir das Gymnasium Ohmoor in Hamburg ausgesucht und freue mich schon auf die Gespräche mit den Schülern.

Sie fragen sich, warum ausgerechnet der 9. Mai Europatag ist? Hier finden Sie die Antwort.

Da ich am Montag noch in Hamburg bin, liegt also ausnahmsweise eine sehr kurze Woche in Brüssel vor mir. Schließlich ist am Donnerstag schon wieder ein Feiertag (Himmelfahrt). In Brüssel müssen wir Europaabgeordneten daher den verbleibenden Dienstag und Mittwoch besonders intensiv zur Vorbereitung unserer nächsten Plenarsitzung in Straßburg in der kommenden Woche nutzen. Ich nehme an einer Reihe von Koordinierungssitzungen teil.

Und falls Sie am heutigen Montagabend mit meinem Fraktionskollegen Jo Leinen und mir über Europas Zukunft diskutieren wollen, dann freue ich mich, Sie heute um 19 Uhr im Baseler Hof zu sehen!

Ihr Knut Fleckenstein

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