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7.02.2011

Gespräch über feste Fehmarnbelt-Querung

Kategorie: Hamburg

Am 7. Februar traf Knut Fleckenstein Vertreter der dänischen Planungsgesellschaft Femern A/S, um über den aktuellen Stand der geplanten festen Fehmarnbelt-Querung zu sprechen.

Foto: Femern A/S

Zusammen mit den wirtschaftspolitischen Experten der Hamburger SPD-Fraktion, Ingo Egloff und Karl Schwinke, wurden die Chancen des geplanten größten Infrastrukturprojekts Nordeuropas diskutiert.

Die dänischen Parteien sind dem Vorschlag von Femern A/S gefolgt und haben sich für einen Absenktunnel anstatt einer Brücke entschieden. Die feste Querung schließt die Lücke zwischen den skandinavischen und europäischen Schienennetzen und wird als Teil eines der vorrangigen Schienenkorridore Europas von der EU gefördert. Mit dem Tunnel soll ein starker Transportkorridor zwischen Hamburg und der Öresundregion in Dänemark/Schweden geschaffen werden und eine neue, wettbewerbsfähigere Großregion – die Fehmarnbeltregion – entstehen. Dänemark und Schweden haben bereits mit der festen Querung über den Öresund gute Erfahrungen gemacht. Die Verkehrsverbindungen wurden verbessert und die kulturelle und wirtschaftliche Zusammenarbeit gestärkt.

Die Querung wird nicht nur zur Stärkung der Zentren Hamburg und Kopenhagen/Malmö beitragen, sondern auch den Regionen zwischen den Metropolen neue Möglichkeiten eröffnen. Eine feste Querung macht aber nur dann Sinn, wenn die sogenannten Hinterlandanbindungen ausgebaut werden. Waren werden nur dann auf der Schiene von Hamburg Richtung Skandinavien transportiert, wenn die Bahnstrecke für größere Gütermengen ausgelegt ist.

Bei dem Gespräch wurde von allen Beteiligten bekräftigt, dass die Vorteile eines Tunnels für Hamburg aus logistischer Sicht sehr positiv wären, aber der Nutzen nicht nur einseitig beim Hafen und Logistikstandort gesehen werden sollte. Die Chancen für Wissenschaft, Kultur und Tourismus in der Metropolregion sind ebenfalls sehr wertvoll. Wenn Hamburg als Wissenschaftsstandort international aufholen möchte, wäre die Stadt gut beraten, die Zusammenarbeit mit skandinavischen Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen zu verstärken.

Wichtig sind Informationsveranstaltungen zu den verschiedenen Aspekten der festen Fehmarnbelt-Querung. Die Diskussion über Vor- und Nachteile muss von allen politisch Verantwortlichen – in Hamburg und Schleswig-Holstein – voran gebracht werden.


Persönliches

Liebe Besucherin, lieber Besucher,

da am 9. Mai Europatag war, verbringen heute (Montag, der 14. Mai) fast alle Europaabgeordneten aber auch viele EU-Beamte den Tag in Schulen, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen, um von ihrer Arbeit in und für Europa zu erzählen. Viele gehen für diesen Zweck in ihre alte Schule. Ich habe mir das Gymnasium Ohmoor in Hamburg ausgesucht und freue mich schon auf die Gespräche mit den Schülern.

Sie fragen sich, warum ausgerechnet der 9. Mai Europatag ist? Hier finden Sie die Antwort.

Da ich am Montag noch in Hamburg bin, liegt also ausnahmsweise eine sehr kurze Woche in Brüssel vor mir. Schließlich ist am Donnerstag schon wieder ein Feiertag (Himmelfahrt). In Brüssel müssen wir Europaabgeordneten daher den verbleibenden Dienstag und Mittwoch besonders intensiv zur Vorbereitung unserer nächsten Plenarsitzung in Straßburg in der kommenden Woche nutzen. Ich nehme an einer Reihe von Koordinierungssitzungen teil.

Und falls Sie am heutigen Montagabend mit meinem Fraktionskollegen Jo Leinen und mir über Europas Zukunft diskutieren wollen, dann freue ich mich, Sie heute um 19 Uhr im Baseler Hof zu sehen!

Ihr Knut Fleckenstein

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