Fleckenstein bei BERTINI-Preisverleihung
Der Vorsitzende des BERTINI-Preis e.V. Knut Fleckenstein, Bürgermeister a.D. Ortwin Runde, Sozial- und Bildungssenator Dietrich Wersich und der Schriftsteller Ralph Giordano ehrten am 27. Januar die BERTINI-Preis-Träger 2010 im Ernst Deutsch Theater.
Der BERTINI-Preis wird jedes Jahr am 27. Januar, dem Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, an junge Hamburgerinnen und Hamburger verliehen – in diesem Jahr an folgende fünf Projekte:
- „Yvonne Mewes: Ein Hörspiel über Widerstand und Verrat“ von Paul Kindermann 17 Jahre) vom Albert-Schweitzer-Gymnasium,
- „Dialog der Urenkelinnen und Urenkel: Durch Begegnung lernen“ von 15 Schülerinnen und Schülern der Schule Bunatwiete/Maretstraße und acht Schülerinnen und Schülern (16 bis 18 Jahre) des Gymnasiums Na Prazacce Prag,
- „Die Holocaust-Kinder“ von 25 Schülerinnen und Schülern (10 bis 18 Jahre) der Irena-Sendler-Schule,
- „Mahnmal für das Wandsbeker Frauen-Konzentrationslager“ von 27 Schülerinnen und Schülern (14 bis 16 Jahre) des Charlotte-Paulsen-Gymnasiums und
- „Als unsichtbare Mauern wuchsen“ von 16 Schülerinnen und Schülern (17 bis 20 Jahre) vom Gymnasium Lerchenfeld.
Der Name des Preises geht zurück auf den großen Roman „DIE BERTINIS“, in dem der Hamburger Schriftsteller Ralph Giordano das Schicksal seiner Familie und das Verhalten ihrer Hamburger Mitbürgerinnen und Mitbürger während der Verfolgung in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur schildert. Der Roman geißelt die Ausgrenzung, Verfolgung und Erniedrigung, die viele Hamburgerinnen und Hamburger in jener Zeit erlitten, und er beschreibt Menschen, die damals wegschauten, das Unrecht duldeten oder unterstützten. Er würdigt aber auch jene, die Zivilcourage bewiesen und ihren verfolgten Mitbürgerinnen und Mitbürgern – oft unter Einsatz des eigenen Lebens – geholfen haben. Anknüpfend daran will der BERTINI-Preis Projekte fördern, die sich im Rahmen von Unterricht, Arbeitsgemeinschaften, Jugendgruppen oder in der Freizeit gegen Ausgrenzung von Menschen in Hamburg wenden, die Erinnerungsarbeit leisten und Spuren vergangener Unmenschlichkeit in Hamburg sichtbar machen, und er will junge Menschen würdigen, die ungeachtet der persönlichen Folgen couragiert eingegriffen haben, um Unrecht, Ausgrenzung und Gewalt von Menschen gegen Menschen in Hamburg zu verhindern.
Die Förderer des BERTINI-Preis sind: Ralph Giordano, Absalom-Stiftung der Freimaurer, Arbeiter-Samariter-Bund, Behörde für Schule und Berufsbildung, BürgerStiftung Hamburg, Demokratisch Handeln, Ernst Deutsch Theater, Knut Fleckenstein, Freimaurerloge Roland, Hamburger Abendblatt, Hamburger Sparkasse, Kirchenkreis Hamburg-Ost, Landesjugendring Hamburg, McCann-Erickson, Norddeutscher Rundfunk, Michael Reichmann, ver.di Landesverband Hamburg, Ulrich Vieluf, Axel Zwingenberger sowie die Schüler-, die Eltern- und die Lehrerkammer Hamburg.
Weitere Informationen www.bertini-preis.de
Persönliches

Liebe Besucherin, lieber Besucher,
da am 9. Mai Europatag war, verbringen heute (Montag, der 14. Mai) fast alle Europaabgeordneten aber auch viele EU-Beamte den Tag in Schulen, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen, um von ihrer Arbeit in und für Europa zu erzählen. Viele gehen für diesen Zweck in ihre alte Schule. Ich habe mir das Gymnasium Ohmoor in Hamburg ausgesucht und freue mich schon auf die Gespräche mit den Schülern.
Sie fragen sich, warum ausgerechnet der 9. Mai Europatag ist? Hier finden Sie die Antwort.
Da ich am Montag noch in Hamburg bin, liegt also ausnahmsweise eine sehr kurze Woche in Brüssel vor mir. Schließlich ist am Donnerstag schon wieder ein Feiertag (Himmelfahrt). In Brüssel müssen wir Europaabgeordneten daher den verbleibenden Dienstag und Mittwoch besonders intensiv zur Vorbereitung unserer nächsten Plenarsitzung in Straßburg in der kommenden Woche nutzen. Ich nehme an einer Reihe von Koordinierungssitzungen teil.
Und falls Sie am heutigen Montagabend mit meinem Fraktionskollegen Jo Leinen und mir über Europas Zukunft diskutieren wollen, dann freue ich mich, Sie heute um 19 Uhr im Baseler Hof zu sehen!
Ihr Knut Fleckenstein

